Ratgeber: Schuhgröße – Füße verändern sich!

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Füße verändern sich und mit ihnen auch die Schuhgröße. Daher haben wir hier ein paar Tipps für den Schuhkauf. Bei Kinderschuhen ist es allgemein hin bekannt, dass die Füße regelmäßig vermessen werden sollten, damit die Schuhe optimal passen. Doch ist der Wachstumsprozess erst einmal abgeschlossen, behalten Erwachsene ihre einmal ausgewählte Schuhgröße fast das ganze Leben lang bei. Doch das ist leider ein großer Fehler, denn die Füße verändern sich im Laufe des Lebens und daher sollten verschiedene Veränderungen beim Schuhkauf individuell berücksichtigt werden. Hier unser Ratgeber, wie Sie Schuhe kaufen, die Ihren Füßen wirklich passen.

Füße regelmäßig nachmessen und Schuhgröße überprüfen

Füße messen vor dem Schuhkauf - nicht nur bei Kindern!Füße können schrumpfen, sie können veränderte Zehenstellungen aufweisen und sich durch Wassereinlagerungen aufplustern. Daher ist die regelmäßige Kontrolle der eigenen Schuhgröße wichtig, um die Füße nicht dauerhaft durch zu kleine, zu enge oder zu große Schuhe zu schädigen. Messen Sie dazu ihre Füße in regelmäßigen Abständen nach. Ergeben sich zwischen dem rechten und linken Fuß Abweichungen, so wählen Sie das größere Maß als Grundlage für Ihre Schuhgröße. Zwischengrößen wie 37,5 oder 40,5 sind immer dann zu empfehlen, wenn das Maßergebnis keine eindeutige Zuordnung zu einer bestimmten Schuhgröße erlaubt.

Schuhe werden heute vielfach in Asien produziert und importiert. Die Schuhgrößen fallen daher oft um einiges kleiner aus. Das bedeutet eine Größe 38 entspricht in Deutschland entweder der Schuhgröße 36 oder 37. Im besten Fall weisen Online-Schuhhändler darauf hin, damit der Schuh entsprechend größer bestellt werden kann. Problematisch sind bei Schuhen aus Asien auch die Weiten, nicht selten bietet der Vorderfuß nicht ausreichend Bewegungsfreiheit für die Zehen. Auch, wenn diese Schuhe einen sehr günstigen Preis vorweisen, so sind Qualitätsschuhe mit perfekter Passform vorzuziehen.

Ausländische Schuhgrößen – richtig umrechnen

Schuhe von ausländischen Herstellern werden oft in den landestypischen Schuhgrößen angegeben. Händler und Anbieter stellen für den deutschen Markt zwar Umrechnungstabellen bereit, dennoch sollten sich Käufer mit den ausländischen Schuhgrößen genauer beschäftigten. Es genügt nicht, der ausländischen Schuhgröße die deutsche Schuhgröße gegenüberzustellen, wichtiger Bestandteil einer Umrechnungstabelle ist das Längen- bzw. Weitenmaß der Schuhgröße in Zentimetern, um die eigene, deutsche Schuhgröße richtig auszuwählen.

Fußweite und Fußausdehnung beachten

Die Länge der Füße ist eine Sache, doch die Weite hat maßgeblich Einfluss auf die Fußgesundheit. Nicht nur zu kleine Schuhe verursachen Fußprobleme und Fußschäden, auch zu enge Schuhe führen mit der Zeit zu Fußveränderungen, die sich kaum mehr korrigieren lassen. Die Zehen werden zusammengepresst, die Haut reibt sich aneinander und es entstehen schmerzhafte Druckstellen. Zahlreiche Schuhhersteller bieten Schuhe für Damen, Herrenschuhe und Kinderschuhe in verschiedenen Weiten an – Ein Service, der sich für die Füße auszahlt.

Sind Schuhe der Lieblingsmarke nicht in unterschiedlichen Weiten verfügbar, so gilt beim Schuhkauf: Die Zehen sollten im vorderen Bereich noch gut einen Daumenbreit Platz haben, auch die Seiten dürfen nicht zu eng ausfallen. Die Biegsamkeit und Flexibilität des Materials spielt hier ebenso eine Rolle. Füße schwellen gerade an heißen Sommertagen oder bei starker Belastung an. Mit engen Schuhen wird die Blutzirkulation gehemmt und es kommt zu Beschwerden wie schweren Beinen oder tauben Füßen.

Spitze Schuhformen – Die Weite des Vorderfußes beachten

Schmerzende Füße bei High HeelsSchuhe mit spitzem Vorderfuß stehen bei Frauen hoch im Kurs, doch nicht selten bereitet schon das Hereingleiten mit dem Fuß Probleme, weil die Zehen vorne nicht ausreichend Platz haben. Das führt bereits nach den ersten Metern in solchen Schuhen zu einem unangenehmen Tragegefühl. Füße, die dauerhaft mit Schuhformen konfrontiert werden, welche die Zehen einengen, können Fehlstellungen entwickeln, die dann erst recht das schöne Fußbild beeinträchtigen. Anprobieren und Gehen ist hier beim Schuhkauf unverzichtbar. Schon in den ersten Minuten entscheidet sich, ob dieser Schuh der richtige ist. Zu beachten ist auch, dass sich die Füße im Laufe des Tages noch ausdehnen können, weshalb eine fingerbreite Zugabe zu berücksichtigen ist.

Zehenveränderungen beim Schuhkauf berücksichtigen

„Du kannst nicht immer 20 sein.“ Dieser Songtext trifft auch auf die Füße zu. Mit dem natürlichen Alterungsprozess und unter dem Einfluss falschen Schuhwerks zeigen Füße Veränderungen, wovon in den meisten Fällen die Zehen betroffen sind. Eingewachsene Fußnägel, verhornte Fußnägel, Zehenfehlstellungen oder gar Fußverformungen sind Probleme, die nicht von der Hand zu weisen sind. Die Schuhindustrie geht bei der Fertigung allerdings von einem gesunden, normalen Fuß aus. Deshalb liegt es am Käufer, den Schuh nach seinen Fußbedingungen auszuwählen.

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