Fersenpolster

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Fersenpolster finden sich im Handel in den unterschiedlichsten Ausführungen, auch unter der Bezeichnung Fersenkissen, Fersenhalter oder Fersenschutz werden die Einlagen für Schuhe angeboten. Zu unterscheiden ist dabei in Standard-Ausführungen und orthopädische, maßangefertigte Fersenpolster.

Ausführungen und Materialien

Fersenpolster für strapazierte FüßeDas Fersenpolster ist in erster Linie eine Teileinlage, welche im Fersenbereich des Schuhs, also im hinteren Drittel, platziert wird. Daneben kommen auch Zwei-Drittel-Einlagen oder Kompletteinlagen mit verstärktem Fersenbereich zum Einsatz. Die Ausführungen zeigen sich selbsthaftend oder werden nur eingelegt. Das Angebot umfasst Fersenpolster aus Silikon, mit Geleinlage, Leder oder Textil, auch die Form kann je nach Funktion variieren.

Einsatzwecke, funktionale Eigenschaften

Fersenpolster oder Fersenkissen werden entsprechend ihrer funktionalen und zweckmäßigen Verwendung ausgewählt.

Anti-Rutsch-Funktion und verbesserter Laufkomfort

Schuhe, die oft getragen werden, können an der Ferse ausleiern, aber auch Schlupfschuhe ohne Verschluss haben den Nachteil, dass sie an der Ferse nicht akkurat sitzen und der Fuß im hinteren Drittel gerne herausrutscht. Dadurch sind der Halt und somit auch das Gehen beeinträchtigt. Zu diesem Zweck bieten sich selbsthaftende Fersenpolster aus Leder oder textilen Materialien an, die den Spielraum verringern und somit einen optimalen Halt gewährleisten.

Druckentlastung und Erleichterung bei Fußproblemen

Unsere Füße tragen täglich ein großes Gewicht. Das verursacht beim Gehen und Stehen eine hohe Druckbelastung auf die Fersen, die durch unpassendes Schuhwerk noch verstärkt wird. Um den Druck auf die Ferse auszugleichen, finden sich Gel- oder Silikonfersenkissen (auch in Kombination). Bänder, Sehnen, Muskeln und Gelenke werden gleichzeitig entlastet. Auch Fersenschmerzen, Fersensporn und schmerzhafte Erscheinungen der Achillessehne können durch diese Fersenpolster gemildert werden. Sie zeigen sich nach hinten leicht erhöht, fast schalenförmig oder keilförmig. Solche Fersenkissen sind in verschiedenen Härtegraden erhältlich und können als orthopädisches Fersenkissen entsprechend des zu erzielenden gesundheitlichen Effektes angefertigt werden. Bei den orthopädischen Fersenkissen kommen auch Polster zum Einsatz, die Beinlängendifferenzen und Fußfehlstellungen ausgleichen.

Abgrenzung: Fersenpolster Anti-Dekubitus

Von den Fersenpolstern und Fersenkissen, die in Schuhe eingelegt werden, sind Anti-Dekubitus Fersenpolster abzugrenzen. Beim Dekubitus handelt es sich um geschädigte Hautareale, auch als Druckgeschwüre oder Wundliegegeschwüre bezeichnet. Gerade Personen, die dauerhaft bettlägerig sind, können davon betroffen sein. Um diesen unangenehmen Druckgeschwüren vorzubeugen, gibt es spezielle weiche Fersenpolster, welche die Ferse und die Fußsohle wie eine Art Verband fast vollständig umschließen, nur die Zehen bleiben frei. Sie sind meist aus Schaffell oder flauschigen Kunstfasern gefertigt und verfügen über einen Klettverschluss.

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