Schuhe reinigen und pflegen

Schuhwichse

von Michael Weber
veröffentlicht: Letztes Update

Schuhwichse – das klingt irgendwie schmutzig. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Mit diesem Vorläufer der modernen Schuhcreme wurde bis vor wenigen Jahrzehnten standardmäßig der Schuh eingerieben. So wurde er sauber, glänzend und schön.So anzüglich, wie er heute klingt, ist der Bergiff übrigensd  gar nicht.

Das Wort „Wichsen“ bedeutet ursprünglich „reiben“. Man hat also das Material eingerieben – mit einer wachsähnlichen Substanz, der Schuhwichse.

Nachteile des Mittels

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Was heute mit Schuhcreme erledigt wird, wurde früher mit Schuhwichse erledigt. Das Einreiben und Polieren der Schuhe. Auch heute gibt es noch vereinzelt dieses Zubehör für die Schuhpflege. Allerdings ist der Begriff meistens deckungsgleich mit der Schuhcreme. Das hat Gründe, denn das ehemalige Reinigungsmittel hat Nachteile.

Meistens bestand die Substanz aus Fetten, Ölen und Ruß. Diese Kombination bringt zwar Glanz und Feuchtigkeitsschutz. Das Leder wird aber auch angegriffen. Es gibt auch wässrige Lösungen oder seifige Varianten. Diese schützen jedoch nicht vor Nässe und können ebenfalls das Leder beschädigen. Die heutigen Schuhcremes sind der Schuhwichse etwas voraus, weil ihre Zusammensetzung bei Lederschuhen pflegender  ist.

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Einreiben und Polieren

So wurde die wichse genutzt: Nach dem Reinigen wurde etwas von der Substanz auf einen Lappen oder auf den Schuh gegeben, dann mit einem weichen Lappen eingerieben. Das hatte im Wesentlichen zwei Effekte: Einmal wurde der Schuh dadurch gepflegt und gegen Einflüsse wie Feuchtigkeit und Schmutz sozusagen „imprägniert“ und dann brachte das Polieren tatsächlich einen schönen Glanz auf den Schuh.

Dosierung ist schwierig

Das Pflegemittel gab es in mehreren Ausführungen, mit den oben genannten Problemen. Wässrige Mixturen gaben zwar viel Glanz, konnten aber die Feuchtigkeit nicht vom Eindringen in den Schuh abhalten. Seifige Mischungen hingegen waren dafür besser geeignet, brachten aber kein so gutes Glanzergebnis. Fettige Mischungen hielten dagegen die Feuchtigkeit gut ab, nahmen aber nach dem Putzen sehr leicht Staub auf. Alle Schuhwichsen waren schwer zu dosieren, wenn das Leder nicht leiden sollte. Häufig wurde es porös und senkte die Lebensdauer des Schuhs trotz guten Putzens.

Die heutigen Schuhcremes basieren auf diesem Vorläufer, sind aber eine konsequente Verbesserung der Mixturen. Mit ihnen pflegt man die Schuhe, bringt das Leder zum Glänzen und sorgt zudem für den Werterhalt des Schuhs. Sprich: Die Lebensdauer wird positiv beeinflusst.

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