Schwitzende, dicke, brennende und schmerzende Füße im Schuh

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Die häufigsten Fußprobleme im Sommer und was dagegen hilft … Sommerzeit ist Freiluftzeit für die Füße. Jetzt dürfen sie sich endlich wieder in Sandalen, Sandaletten, Pantoletten, Flip Flops und Co. zeigen. Sommerzeit ist aber auch Fußproblemzeit. Denn hohe Temperaturen in Verbindung mit starker Belastung oder rein sitzenden Tätigkeiten ohne Bewegung machen den Füßen schwer zu schaffen. Auch bestimmte Schuhe können zu Fußproblemen beitragen, was insbesondere an Materialien und Verarbeitung, aber auch an falschen Größen liegen kann. Hilfreiche Tipps gegen die häufigsten Fußprobleme im Sommer warten hier.

Stark schwitzende Füße

Der Schweiß rinnt im Sommer aus allen Poren und an den Füßen sitzen nun mal die meisten Schweißdrüsen überhaupt. Da wird der Schuh schon mal zum Rinnsal. Barfuß ist hier die optimale Lösung, aber das geht nur am Strand oder zuhause und in der Freizeit. Im beruflichen und schulischen Alltag, beim Shopping und auf der Party sind Sommerschuhe angesagt. Damit die Füße mit übermäßigem Schweiß zurechtkommen und der Wohlfühlfaktor nicht über die Maßen eingeschränkt wird, bieten sich auch in offenen Schuhen wie Sandalen, Sandaletten und Pantoletten aufsaugende, kühlende und feuchtigkeitsregulierende Einlegesohlen an, die zudem mit Duftstoffen versehen sein können. Diese Einlagen sollten bei starkem Schwitzen täglich gewechselt werden. Auswaschbare Einlagen reduzieren den Kostenfaktor.

Sandalen und Pantoletten  mit Korkfußbett sind im Sommer in der Freizeit und zuhause sehr beliebt. Bis zu einem gewissen Maß saugen sie Schweiß auf. Durch die Schweißaufnahme entstehen die typischen dunklen Bereiche und Zehenabdrücke. Solche Schuhe sollten täglich an der Sonne getrocknet werden, hier genügt schon eine Stunde. Desinfektionssprays binden Bakterien und sorgen für eine hygienische Frische.

Am Abend lohnt sich ein lauwarmes Fußbad mit Salbeitee. Salbei sorgt dafür, dass sich die Schweißdrüsen zusammenziehen, bei regelmäßiger Anwendung als Fußbad kann sich die Schweißproduktion verringern.

Dicke Füße durch eingeschränkte Blutzirkulation und Wassereinlagerung

Im Sommer klagen viele Menschen über dicke, geschwollene Füße, auch die Knöchelbereiche sind vor lauter Schwellung nicht mehr ertastbar. Diese Erscheinung beruht auf der Einlagerung von Lymphflüssigkeit, da die Blutzirkulation in den Beinen und Füßen nicht regulär funktioniert. Gründe dafür sind langes Sitzen und Stehen. So entsteht ein Blutstau, auf die Kapillaren wird ein hoher Druck ausgeübt, so dass Wasser aus dem Blut in das Gewebe austritt und sich dort einlagert.

Bewegung ist das beste und erste Mittel der Wahl, auch was die Vorbeugung betrifft. Wer sitzende oder stehende Tätigkeiten ausübt, sollte viele Pausen einlegen und sich im wahrsten Sinne des Wortes die Füße vertreten. Meist fällt die Schwellung erst am Abend so richtig auf, weil sich bis dahin viel Wasser angesammelt hat. Um dem unangenehmen spannenden und brennenden Gefühl Herr zu werden und sich Linderung zu verschaffen, hilft folgende Direktmaßnahme:

Eine Schüssel mit lauwarmem bis kühlem, aber nicht eiskaltem Wasser bereitstellen, etwas Duschgel oder eine Badeperle (für den Duftfaktor und die Reinigung) hineingeben und mit den Füßen in die Schüssel steigen. Wer nicht mehr stehen kann, setzt sich und stellt die Füße ins Wasser. Nun sollten die Füße im Wasser bewegt werden, am besten stellt man sich vor, es wären Wasserschaufeln. Das macht noch großen Spaß und lenkt vom Schmerz ab. Nach ca. 10 Minuten raus aus dem Wasser, Füße lufttrocknen lassen und die Zehenzwischenräume abtrocknen. Ein kühlendes Fußgel kann zur abschließenden Behandlung angewendet werden. Auch das Hochlagern der Beine sorgt für den Abtransport der Flüssigkeit im Gewebe.

Wasser in den Füßen ist allerdings nicht nur eine Sommererscheinung bei Bewegungsmangel, auch Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems oder der Nieren sowie Hormonschwankungen oder Medikamentennebenwirkungen können dahinter stecken. Eine durch Bewegungsmangel entstandene Wassereinlagerung verschwindet meist über Nacht wieder. Sollte die Schwellung länger anhalten, ist der Arzt zu konsultieren.

Brennende Füße

Brennende Füße sind im Sommer nichts ungewöhnliches, allerdings ist der Zustand, der insbesondere die Fußsohlen betrifft, sehr unangenehm für die Betroffenen. Wer den ganzen Tag wortwörtlich auf den Beinen ist, erfährt in den Füßen eine starke Durchblutung, was sich dann auch mit brennenden Fußsohlen an heißen Tagen bemerkbar. Noch dazu, wenn diese in zu engen und geschlossenen Schuhen stecken. Aber auch Personen, die den ganzen Tag sitzen, leiden unter brennenden Füßen. Zu dem Brennen können sich Kribbeln und Taubheitsgefühle gesellen, auch Rötungen, Verfärbungen und Schwellungen werden beobachtet. Als Ursachen kommen Durchblutungsstörungen, zu enge Schuhe, allergische Reaktionen auf Materialien des Schuhwerks, erhöhter Nikotin- und Alkoholgenuss oder das Übereinanderschlagen der Beine in Frage.

Abzugrenzen ist diese Erscheinung vom echten so genannten „Burning Feed-Syndrom“, das in der Regel nachts ganz unvermittelt auftritt und von weiteren Symptomen wie Muskelkrämpfen, vermehrte Schweißabsonderung, Verspannungen begleitet wird. Oft liegt diesem Syndrom ein Mangel an verschiedenen B-Vitaminen zugrunde. Die brennenden Füße können auch als Begleiterscheinung von Grunderkrankungen wie Diabetes, Borreliose oder Gicht auftreten.

In der Mehrzahl der Fälle sind jedoch in der Tat zu enge Schuhe und Materialunverträglichkeiten der Grund für brennende Füße. Hier sollte den Füßen schon bei den ersten heißen Anzeichen Luft geboten werden und die Schuhe sind zu wechseln. Ein kühles, aber nicht kaltes Fußbad lindert den Brand, auch beruhigende Salben können aufgetragen werden.

Schmerzende Füße

Im Sommer sind die Füße einer deutlich stärkeren Belastung ausgesetzt. Hitze und Bewegungsmangel, vermehrte Schweißbildung machen ihnen zu schaffen. Kommen dann noch Schmerzen hinzu, dann wird es unerträglich. Schmerzen resultieren aus dem falschen Schuhwerk, auch neue Schuhe, die erstmals an Sommertagen getragen werden, führen zu Blasen und Rötungen an exponierten Stellen. Auf zu hohen Schuhen stehen Beine und Füße an heißen Tagen doppelt unter Druck. Oftmals zieht ein Fußproblem das nächste mit sich. Schwellen die Füße an und haben keinen Platz mehr im Schuh bzw. Riemchen und Schnallen beginnen in die Haut zu schneiden, so fördert das die Wassereinlagerung im Gewebe.

Lassen Sie den Füßen an warmen Tagen mehr Bewegungsfreiheit und setzen sie auf weitere Schuhe. Weiter bedeutet nicht größer, aber es muss genügend Platz sein, dass sich der Fuß noch ausdehnen kann. Beim Schuhkauf ist deshalb auf Modelle, die in verschiedenen Weiten erhältlich sind, zu achten. Riemchen und Schnallen sollten ebenfalls eine Nummer weiter eingestellt werden, damit sie erst gar nicht einschneiden können.

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