Vergleich: Heelys, Rollschuhe, Inline-Skater

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Rollende Schuhe sind eine fantastische Geschenkidee und eine tolle Freizeitbeschäftigung – für Kinder und Erwachsene. Doch es gibt nicht nur eine Art von rollendem Schuh, sondern gleich drei interessante Modelle: Heelys, klassische Rollschuhe und Inline-Skates. Welches Modell eignet sich für wen, was sind die Vor- und Nachteile der Varianten? Ein Vergleich der rollende Schuhe schafft Klarheit.

Rollen mit den Heelys

In Sachen rollender Schuh sind die Heelys von der gleichnamigen amerikanischen Firma die aktuellste Innovation, auch wenn die Markteinführung schon fast ein Jahrzehnt zurückliegt. Die Idee dazu hatte der Amerikaner Roger Adams, der Skateboard und Rollschuh in einem Schuhmodell vereinen wollte, das neben dem Rollen auch perfekt zum Gehen taugt.

Die Optik ist mit der des beliebten Sneakers identisch. In der Laufsohle befindet sich mittig im Bereich der Ferse eine Aussparung mit Abdeckung für eine oder zwei Rollen, die einfach in die dafür vorgesehene Halterung eingesteckt oder rausgezogen werden. Heelys sind in allen erdenklichen Farben und mit ausgefallenen Mustern erhältlich. Auch besondere Exemplare mit led-beleuchteter Sohle hat der Hersteller schon herausgebracht. Der Schuh inklusive Sohlen ist aus synthetischen Materialien gefertigt.

Heelys gibt es für Kinder verschiedener Altersklassen und Erwachsene. Die Schuhe bieten einen zweifachen Nutzen, denn ohne Rollen sind sie als normale Sport- und Freizeitschuhe zu tragen. Wer auf Heelys rollen will, der muss erst einmal üben. Die Schuhe sind auf ein hohes Maß an Gewichtsverteilung und Balance ausgelegt.

Wie man als Anfänger richtig beginnt, zeigen mittlerweile unendlich viele Videos im Internet. Heelys machen wirklich Spaß, wenn man die Lust am Üben nicht verliert. Die größte Schwierigkeit zeigt sich zunächst mit dem Abrollen. Der Fuß ist nach vorne angehoben, da die Rolle(n) unter der Ferse sitzt. Diese Position wird auch während dem Rollen beibehalten. Zum Bremsen wird das Gewicht wieder auf den Vorderfuß verlagert. Für Anfänger eignen sich Heelys mit zwei Rollen besser. Fortgeschrittene und leidenschaftliche Heelys Roller bewältigen mit den rollenden Schuhen auch Rampen und vollführen Kunststücke auf den rollenden Sneakers.

Die Unfallgefahr ist dennoch gegeben, insbesondere, wenn die Übung fehlt und das mit der Balance nicht funktioniert. Daher sind wie für Inline-Skater und Rollschuhe Knieschutz, Handgelenk- und Ellenbogenschutz sowie Helm geboten.

Heelys ist als spezialisierte Schuhmarke nahezu konkurrenzlos, dennoch findet sich der eine oder andere No-Name-Anbieter. Echte Heelys liegen preislich zwischen 50 und 100 Euro. Ersatzrollen und Abdeckungen können separat erworben werden. Eine Alternative stammt von Veja x Flaneurz.

Heelys Vorteile/geeignet für:

  • Machen großen Spaß, wenn man die Technik beherrscht
  • Der Schuh hat einen doppelten Nutzen, als Roll- und Laufschuh
  • Gutes Preis-/Leistungsverhältnis sowie Ersatzzubehör
  • Kinder und Erwachsene mit normalem Gewicht tun sich mit Heelys leichter

Heelys Nachteile/weniger geeignet für:

  • In der Anfangsphase braucht es Geduld und Ausdauer, um die richtige Balance und Fußtechnik zu lernen und zu üben
  • Unfallgefahr ist durchaus gegeben, weshalb Schutzmaßnahmen zu ergreifen sind
  • In erster Linie für den Außenbereich gedacht
  • Ein hohes Gewicht beeinträchtigt die Balance, die Kippneigung nach hinten steigt

Schnell unterwegs – Rollschuhe

Die klassischen Rollschuhe mit vier Rädern sind nicht nur ein Stück Kindheit und Nostalgie, sie liegen auch aktuell immer noch oder schon wieder im Trend. Ihren großen Durchbruch hatten die Rollschuhe in Deutschland in den 1970er-Jahren durch den Film „Roller Boogie“ mit Linda Blair. Doch sie war nicht die erste Schauspielerin, die auf Rollschuhen über die Leinwand schwebte, bereits 1916 glänzte Weltstar Charlie Chaplin im Slapstick-Klassiker „The Rink“, zu Deutsch „Die Rollschuhbahn“ auf Rollschuhen mit atemberaubenden Stunts. Es war die Zeit, in der Rollschuhbahnen weltweit aufkamen.

Die Geschichte der Rollschuhe ist spannend und interessant, weil sich aus ihr nicht nur die vierrädrigen Modelle, sondern auch die Inline-Skates ableiten. Die allererste Rollschuhkonstruktion aus dem Jahre 1760 geht auf den belgischen Musiker und Instrumentenbauer Jean-Joseph Merlin zurück, der eine rollende Version von Schlittschuhen für die Bühnentauglichkeit erschuf. Dieses Modell hatte drei Rollen hintereinander unter dem Schuh montiert und gilt als echter Vorläufer der Inline-Skates.

Die Rollschuhe mit vier Rädern, von denen je zwei gegenüberliegend montiert sind, erfand der Amerikaner James L. Plimpton. Sie sollten mehr Stabilität für den Fuß und somit eine bessere Gewichtsverteilung für leichteres Rollen ohne große Balance-Akte eröffnen.

Der Rollschuh wie er jedem bekannt ist, hat seine Optik bis auf einige Designpunkte und Farben kaum verändert. Es ist ein sportlicher Schuh, der sich beim Design entweder am Schlittschuhmodell oder an den sportlichen Sneakers orientiert. Die Rollen sind über ein Chassis fest mit dem Schuh verbunden, an der Vorderfußspitze befindet sich der Gummistopper zum Bremsen. Von knöchelhoch bis hin zur Stiefeletten-Variante, in allen erdenklichen Farben, mit bunten Musterprints sind Rollschuhe für Erwachsene und Kinder in jeder Größe erhältlich. Besonders angesagt sind Rollschuhe mit bunten Rädern in abwechslungsreichen Leuchtfarben.

Renommierte Marken für stylische Rollerskates sind z. B. Rio Roller, Rookie, Roces, Hudora, Fila, Chaya. Passend zur bekannten Disney-Telenovela Soy Luna, in der sich alles um Teenies und Rollschuhlaufen dreht, werden Markenrollschuhe von Powerslide angeboten. Der Preis für Rollschuhe richtet sich nach Design, Verarbeitung, Funktionalität, Anfänger oder Profis aus der Roller Derby Szene. Ab 50 Euro bis über 200 Euro kosten die Schuhe. Zubehör gibt es in spezialisierten Shops ebenfalls, z.B. Ersatzrollen, Stopper.

Rollschuhfahren kann aktiv als Sportart oder just for fun auf dem Asphalt und in Hallen bzw. auf Rollbahnen ausgeübt werden. Verschiedene Sportzentren deutschlandweit verfügen über spezielle Rollschuhbahnen oder Hallenböden mit geeignetem Belag, auf denen nach Herzenslust und wetterunabhängig, oftmals auch zu schnittigen Rhythmen, gerollt werden kann. Rollschuhe sind eine tolle Idee für Groß und Klein und daher auch als Weihnachtsgeschenk uneingeschränkt zu empfehlen.

Unserer Meinung nach haben Rollschuhe keine Nachteile. Sie können von Kindern und Erwachsenen jeder Statur getragen werden, da die breite und stabile Rollfläche auch ein größeres Gewicht sehr gut verteilen kann. Rollschuhlaufen lernen ist zudem weitaus einfacher und schneller möglich als Eislaufen, Inline-Skating oder Heelys fahren. Trendy Rollschuhe sehen stark aus und liegen preislich für jeden erschwinglich. Sie können indoor und outdoor genutzt werden.

Inline-Skates (Inliner) – elegant durch die Welt skaten

Die ersten Rollschuhmodelle zeigten unter dem Schuh hintereinander angeordnete Rollen und gelten als Vorreiter der Inliner. Moderne Inline Skates bilden optisch Sportstiefel ab, an deren Sohle sich eine Schiene befindet, unter der vier Rollen hintereinander montiert sind. An der Ferse ist je nach Modell ein Bremsklotz vorhanden. Die Stiefelvariante macht deshalb Sinn, da der Fuß mehr Halt für Balance und Gleichgewicht braucht. Inline-Skates sind mit Schnür- und Klettverschluss ausgestattet.

Unterschieden wird in Modelle für den Freizeitgebrauch und speziellen Skates für Profis und Sportler. Inline Skates wie Speedskates, Aggressive-Skates, Hockeyskates oder Cross-Skates kaufen sich die Profis lieber selbst, weil sie auch hier spezielle Marken und Qualitätsmerkmale bevorzugen. Daher genügt für die weihnachtliche Geschenkidee der Blick auf die Freizeit-Inliner, die sich hinsichtlich des Materials in Hardbootskates und Softbootskates unterteilen.

Hardbootskates verfügen über eine Kunststoffschale und einen weichen polsternden Innenschuh. Softbootskates sind überwiegend aus textilen Materialien gefertigt und wiegen auch deutlich weniger als Hardbootskates. Softbootskates als Step-in-Skates bieten den Vorteil, dass die Rollenschiene flexibel abnehmbar ist und die Schuhe als normaler Straßenschuh getragen werden können.

Farblich überwiegen bei den Freizeit-Inlinern schwarze und weiße Modelle mit bunten Mustern oder Details nach jedem Geschmack. Markenschuhe finden sich hier von Labels wie Fila, Powerslide, Hudora, Rollerblade oder Roces. Der Preis für Inliner bewegt sich bei den Freizeitmodellen zwischen 40 und 150 Euro.

Inliner-Skates Vorteile/geeignet für:

  • Indoor und Outdoor nutzbar
  • Wenn man das Inlinern beherrscht, will man gar nicht mehr aufhören
  • Schnelle Geschwindigkeiten sind für Geübte leicht zu erreichen
  • Funsport mit hohem Bewegungspotential für die ganze Familie
  • Auch für Personen mit leichtem bis mäßigem Übergewicht geeignet, wird sogar oft zur Fettverbrennung wärmstens empfohlen

Inliner-Skates Nachteile/weniger geeignet für:

  • Inline Skates Fahren erfordert Lernen und Übung – praktisch wie Fahrradfahren
  • Sturzgefahr ist höher als bei Rollschuhen, insbesondere bei Bodenunebenheiten
  • Relativ einheitliches Design der Inliner
  • Auch als Softboots oft noch ein ordentliches Gewicht

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