Kalte, feuchte Füße im Winter: Ursachenforschung und Problembehebung

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Das Internet ist voll mit Beiträgen von Menschen, die in Foren, Communitys, auf medizinischen Portalen über kalte, feuchte Füße im Winter klagen. Es finden sich mehr oder weniger hilfreiche wie auch nutzlose oder raffinierte Tipps und auch bei der Ursachenforschung gibt es mehr als einen Ansatz. In der Tat sind die feuchten Eisklötze am Bein ein altersunabhängiges Massenproblem, Frauen betrifft es häufiger, viele Mütter sind besorgt, weil schon das Baby permanent unter diesem Phänomen leidet.

Kalte und feuchte Füße können in der Tat viele Ursachen haben, manche sind leichter zu beheben, andere brauchen eventuell sogar medizinische Unterstützung oder therapeutische Hilfe. Der Beitrag widmet sich den Ursachen, hinter denen keine körperliche oder psychische Erkrankung steckt, und zeigt entsprechende Maßnahmen auf.

Problem 1: Undichtes Schuhwerk

Bei den Schuhen fängt es nicht selten und unbemerkt an. Feuchte Füße in Winterschuhen können grundsätzlich von einer schlechten Luftzirkulation in engen und zu kleinen Schuhen oder bei Materialien, die keine Luft nach außen lassen, auftreten. Sie können aber auch Folge von undichten Schuhen sein. Nicht immer wird das sofort erkannt und die tatsächlich nassen Füße auf Schwitzen abgestellt. Daher die Empfehlung: Wer draußen bei Regen, Schnee und Matsch unterwegs ist und danach feuchte Socken hat, sollte seine Laufsohlen sowie die Nähte oder Klebestellen des Materials prüfen.

Eine schlechte Verarbeitung, wasserdurchlässige Materialien, Fehlstellen in der Laufsohle, Undichtigkeit können als Ursache in Frage kommen. Wenn das Problem immer nur dann auftritt, nachdem die Schuhe mit Feuchtigkeit in Berührung gekommen sind, ist es relativ klar. Die betreffenden Stellen zu finden, ist hingegen schon schwieriger. Undichte Sohlen sind zu entlarven, in dem der Schuh in einen Behälter gestellt wird, dessen Boden mit Wasser bedeckt ist. Am besten stellen Sie sich samt Schuh hinein, damit der entsprechende Druck aufgebaut wird. Anschließend tasten Sie die Sohle innen ab und prüfen auch außen, ob Sie Fehlstellen erkennen können. Klebestellen, die sich gelöst haben oder offene Nähte lassen Feuchtigkeit ebenfalls eindringen. Hier kann der Schuhmacher Abhilfe schaffen.

Problem 2: Schlechte Feuchtigkeitsregulation

Synthetische Materialien, die nicht atmen und enge Schuhe sowie das Zuviel an Socken und Einlegesohlen begünstigen feuchte kalte Füße im Winter. Füße schwitzen immer, schließlich sitzen unter den Fußsohlen die meisten Schweißdrüsen. Daher braucht es generell eine gute Entlüftung in geschlossen Schuhen. Diese kann durch ungeeignete Socken- und Schuhmaterialien, wenig Bewegungsfreiheit im Schuh und Einlagen, die nicht atmungsaktiv sind, komplett blockiert sein. Überprüfen Sie alle Parameter und achten Sie schon beim Kauf auf die Merkmale zur Absorption von Feuchtigkeit. Verzichten Sie lieber auf das zweite oder dritte Paar Socken in ohnehin schon gefütterten Schuhen oder Stiefeln. Denn viel nützt viel ist hier leider der falsche Ansatz.

Problem 3: Sockenmaterialien

Mit den Socken ist das so eine ganz spezielle Sache. Kalte und feuchte Füße entstehen nahezu in jedem Material, wie sich aus den Informationen der Betroffenen ergibt. Auch die viel gepriesenen Baumwoll-Frottee-Socken oder atmungsaktive Microfaser und Hightech-Materialien lösen das individuelle Problem nicht. Warum? Ganz einfach. Jeder Mensch ist anders und reagiert auf Sockenmaterialien unterschiedlich. Das hat nicht nur mit der Feuchtigkeitsregulation zu tun, sondern auch mit dem Wohlgefühl und der Reaktion der Haut auf das Material. Der eine hat in Wollstrümpfen superwarme und trockene Füße, in Baumwollsocken hingegen schwitzt und friert er. Daher gibt es nicht das ultimative Sockenmaterial für den Winter, sondern das individuelle. Heißt konkret: Probieren Sie unterschiedliche Materialien aus. Je wohler Sie sich mit einem Material fühlen, umso weniger schwitzen die Füße, denn das ist eine psychische Komponente. Tragen Sie zuhause möglichst offene und kuschelig gefütterte Hausschuhe, denn die lassen auch Luft an die Füße in den Wohlfühlsocken.

Problem 4: kalte Beine – kalte Füße

Wenn sich ab der Hüfte alles kalt anfühlt, dann kann es an den Füßen auch nicht warm sein. Achten Sie im Winter auf wärmende Hosen und Strumpfhosen unter Kleidern. Wählen Sie dickere Stoffe bevorzugt aus. Bei der Homewear für den Winter haben sich Thermofleece oder angeraute Baumwolle bewährt, die dünnen Sommerleggings oder Sweathosen sollten im Schrank überwintern. Lange Socken, die bis zum Knie reichen, sowie Stulpen tragen ebenfalls zum optimierten Wärmehaushalt bei.

Problem 5: Schlechte Durchblutung durch mangelnde Bewegung

Bei eisigen Wintertemperaturen sind die Gliedmaßen so ziemlich die letzten Teile, die noch vom warmen Blut richtig stark durchflossen sind, denn das wird in den Hauptorganen jetzt dringender benötigt. Die Folge: kalte Hände und Füße. Wer den ganzen Tag sitzt, steht oder liegt und sich nur für das nötigste bewegt, der tut seiner Gesundheit und seinen Füßen nichts Gutes. Hier können Sie gleich einen Selbsttest machen. Nehmen Sie Ihre Füße in die Hand und laufen Sie die Haus- oder Bürotreppe zehnmal auf und ab oder machen Sie zehn Minuten Bein- und Fußgymnastik. In der Regel sollten die Füße danach auf angenehmer Betriebstemperatur laufen. Integrieren Sie Bewegung, auch an der frischen Winterluft, in den Alltag ein, selbst wenn es noch so schwer fällt. Denn es macht einen großen Unterschied, ob Sie jetzt eine Stunde über die eiskalten Füße grübeln oder sich 15 Minuten gezielt bewegen. Ergänzend helfen Fußmassagen mit der Hand oder einem Igelball.

Problem 6: Belastungen, Stress und Ängste

Was auf die kalten feuchten Hände bei Ängsten zutrifft, hat auch für die Füße Gültigkeit. Vielleicht haben Sie selbst schon erlebt, dass Sie vor Prüfungen und besonderen Herausforderungen plötzlich eiskalte und schwitzende Hände bekamen. Der Zusammenhang zwischen kalten und feuchten Händen wie auch Füßen ist wissenschaftlich belegt. Ob Stress, Belastungen, Ängste – All diese Faktoren lösen im Körper eine Reihe von Prozessen und Mechanismen aus. Stoffwechsel, Durchblutung, das vegetative Nervensystem geraten aus ihrer gewohnten Umlaufbahn. Die dunklen Wintermonate können Belastungen und Ängste sogar noch verstärken, durch die so genannte Winterdepression. Wichtig sind natürlich hier der Abbau von Stressoren, aber auch eine vitaminreiche Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft und das Schaffen von Wohlfühlmomenten und einer Umgebung, in der man sich behaglich fühlt.

Kommen Sie trockenen warmen Fußes durch den Winter

Gehen Sie der individuellen Problematik auf den Grund. Und wenn das alles nichts hilft, dann sollten Sie einen Check-Up beim Arzt machen lassen, denn auch verschiedene Krankheitsbilder können den kalten feuchten Füßen zugrunde liegen. Seien Sie noch achtsamer beim Kauf von geeigneten Schuhen und Socken für die kalten Wintermonate und denken Sie daran: Wir Menschen halten keinen Winterschlaf – wir dürfen es zwar langsamer angehen, allerdings nicht ohne das gesunde Maß an Bewegung und ausgewogener Ernährung.

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