Julian Hakes

0

Sohlenlos, schwerelos – Der Mojito erobert die Damenschuhwelt. Vom brückenbauenden Architekten zum Schuhdesigner, der die Damenschuhmode in neue Sphären erhebt. Das ist Julian Hakes mit seiner genialen Schuhkreation gelungen: Mojito heißen die Sandaletten ohne Sohlen, auf denen Frauen ein neues Laufgefühl erleben und die dazu in ihrem Styling einzigartig sind.

Über Julian Hakes und wie er von den Brücken zu den Schuhen kam

Julian Hakes stammt aus dem englischen Yorkshire. Schon als Kind ließ er seiner Kreativität mit Malen und Basteln freien Lauf. Er kam zu dem Entschluss, Architekt zu werden, da er der Meinung war, dass er in diesem Bereich seine Fähigkeiten effektiv einsetzen konnte. Mit dem Abschluss an der Cambridge-Universität und dem Master in Umweltgestaltung in der Tasche, gründete er im Millenniums-Jahr 2000 sein eigenes Architekturbüro in London. Gemeinsam mit einem versierten Team gestaltete er fortan Gebäude und kunstvolle Brücken rund um den Globus.

Mit der Zeit fanden seine Gedanken immer mehr den Weg zu Schuhen. Er war der Auffassung, dass Schuhe sich wenig bis kaum weiterentwickelt haben und Tradition auch dazu da ist, um Veränderungen anzuschieben. Eine Kopie von Vorgängern lag dabei nicht in seinem Interesse, vielmehr wollte er etwas schaffen, was absolut neu sein sollte. Die Brücke von der Architektur zu den Schuhen schlug er mit der Auffassung: „Mode ist die Architektur für den Körper“.

2009 begann Hakes mit der Entwicklung seiner „neuen Schuharchitektur“. Dabei orientierte er sich bei der Schuhform am Vergleich mit den natürlichen Formen des menschlichen Körpers, unter Einbeziehung von Bewegungen und Gewichtsverlagerungen auf den Schuh. Dabei half ihm der Fußabdruck im Sand, bei dem sichtbare Spuren von Zehen, Ballen und Ferse zu sehen sind, aber die Mitte wird nicht abgebildet. Demnach entsteht hier auf die Sohle auch nur der geringste Druck. Diese Erkenntnis übertrug Hakes auf High Heels. Ballen und Fersen benötigen Unterstützung, die Sohle ist nicht unbedingt erforderlich.

Der Name seiner ersten Sandaletten-Kollektion lautet Mojito und der kommt nicht von ungefähr. Den entscheidenden Impuls für die optische Schuhform gab eine Limettenspirale auf selbigem Cocktail, der für Hakes die ideale Form abbildete.

Mojito: Vom Prototyp zum Mega-Hype

Der Damenschuh, als High-Heels Sandalette ohne Sohle, der aus einem breiten Kunststoffband aus einem Guss in Spiralform gefertigt wird und wie eine Skulptur anmutet, stützt Ferse und Ballen in einer ausgeklügelten und genau berechneten Konstruktion. Das Kunststoffband wickelt sich in schnittigen Kurven regelrecht um den Fuß und vereint dabei Absatz und Schaft. Der Schuh kommt ohne Verschluss aus, was ebenfalls der intelligenten Konzeption zu verdanken ist. Innen ist die Sandalette mit weichem Leder ausgekleidet.

Den ersten Entwurf veröffentlichte Julian Hakes auf einem Londoner Design-Blog. Und die Resonanz war grandios. Fashion Shows orderten ein Modell nach dem anderen und so gingen die künstlerisch wertvollen Mojitos nach weiteren zwei Jahren Entwicklung in Produktion. Fashionistas aus aller Herren Länder wollen ein solch atemberaubendes Exemplar besitzen, das in vielen Farben und Musterungen erhältlich ist und einen extrem futuristisch spacigen Touch hat.

Die Mojitos von Hakes gehen weg wie warme Semmeln, jede Frau will sie ausprobieren. Daher kommt es mitunter zu Engpässen bei der Belieferung durch Online-Marktplätze wie Amazon und Co.

Kommentare geschlossen