Schnürschuhe

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Schnürschuhe oder Schürer für Damen bedienen heute viele modische Trends und Geschmäcker. Sie haben ihr altbackenes Image verloren und zeigen sich von ihren lebhaften schicken Seiten. Ein bisschen androgyner oder maskuliner Touch ist dabei gewollt und unterstreicht je nach Modell Eleganz oder sportive Lässigkeit.

Merkmale und Schnittformen der Damen-Schnürschuhe

Der klassische Schnürschuh ist ein Halbschuh, der mittels Schnürsenkeln verschlossen wird. Der Schaftschnitt, der als Derby- oder Blattschnitt konzipiert sein kann, bestimmt die Schnürmöglichkeiten und somit die Flexibilität in der Komfortanpassung. Der Schnürverschluss ist zudem unter allen gängigen Verschlussarten die älteste. Durch die richtige Schnürung lässt sich der Schuh dem Fuß perfekt anpassen. Um die Senkel einfädeln zu können, verfügen Halbschuhe entweder über Löcher bzw. Ösen oder Haken.

In Sachen Absatz, Fußspitze, Design und Materialien ist der Schnürer für Frauen sehr abwechslungsreich. Es finden sich Modelle mit flachem, mittelhohem und hohem Absatz, als Blockabsatz, Keilabsatz, Plateauabsatz, Pfennigabsatz, Trichterabsatz. Von lässig bis elegant, maskulin oder doch betont weiblicher zeigen sich die Designs und Schuhschnittarten für Damenschnürer, darunter Sneaker, Brogues, Schnürpumps, Mokassins zum Schnüren. Selbst typische Herrenschnürschuhmodelle wie Budapester oder Oxford sind nicht mehr nur den Männern vorbehalten, es gibt sie auch in der Damenausführung.

Zu den berühmtesten Unisex-Halbschuhen zum Schnüren, die von Frauen und Männern gleichermaßen getragen werden, gehören die kultigen Dr. Martens (Docs). In die Riege der Schnürschuhe reihen sich zudem alle Arten von speziellen Sportschuhen ein, wie Laufschuhe, Wanderschuhe oder Fußballschuhe für Damen, wobei diese modisch meist separat erfasst werden. Der Schnürschuh lässt sich nicht unbedingt in eine bestimmte Schublade schieben oder auf eine Schuhart festlegen.

So unterschiedlich wie die Schnittformen zeigen sich auch die Materialien, die von hochwertigen Ledersorten bis hin zu modernen Hightech-Materialien und Textil reichen. Die Laufsohle der Schnürschuhe wird von funktionalen und praktischen Aspekten geprägt. Sie  kann aus Gummi, Leder, Synthetik gefertigt und mit einem Profil für optimalen Grip auf nassen und schwierigen Untergründen versehen sein. Ein breites modisches Spektrum kommt durch Farben und Extras dazu, die z.B. gerade flache und maskuline Schnürschuhmodelle optisch von den klassischen Herrenmodellen abgrenzen.

Damen-Schnürer lieben Farbe und Formvollendung

Klassische Schnürschuh-Farben wie Schwarz, Weiß, alle Braun- und Grautöne gehen beim Damen-Schnürer natürlich immer. Die trend- und modebewusste Frau bringt gerne Abwechslung in das klassische Metier und freut sich über Hochglanz, Metallicfarben, besondere Lederprägungen oder Musterprints, die an exotische Lederhäute erinnern. Absätze präsentieren sich auch aus Kork oder anderen Naturmaterialien und nicht selten als Keilabsatz. Der Absatz darf sich farbig abheben oder in bunten Schichten aufgebaut sein. Extravagante oder  romantisch verspielte Extras sind am Damenschürschuh gefragt. Lochmuster, Nietenbesatz, Stickereien, Pailletten, Glitter, besondere Nahtführung, markante farbige Nähte, Ziernähte, Materialmixes werden oft gesehen. Verschiedene Modelle verfügen über Zierreißverschlüsse, die zudem einen funktionalen Nutzen haben, wenn das Schnüren doch einmal zu lästig sein sollte.

Die Beliebtheit von Schnürschuhen

Damen-Schnürschuhe mit AbsatzDie Schnürung verleiht einer Reihe von Schuhformen ihren Wiedererkennungs- und Designwert. Sie ist ungeheuer praktisch, da sich die Weite bedarfsgerecht regulieren lässt. Durch die individuellen Bindeoptionen passt sich der Schuh verschiedenen Fußformen an. Die Bindung ist zudem ein Garant dafür, dass der Fuß festen Halt im Schuh findet.

Im Vergleich zu Reiß- und Klettverschluss bietet der Schnürverschluss zudem den Vorteil, dass der Verschleiß von Schnürsenkeln nicht gleich das Aus für den Schnürschuh oder hohe Reparaturkosten bedeutet. Die verschlissenen Schnürsenkel werden einfach durch neue ersetzt.

Die Beliebtheit von Schnürschuhen bei Frauen und Männern basiert zudem auf einem Wertegefühl, denn lange bevor Reiß- und Klettverschluss Einzug in die Schuhwelt hielten, wurde auch von den Damen fleißig geschnürt. Schon die Damen im Mittelalter trugen unter ihren langen Gewändern feine Schnürschuhe.

Damen-Schnürschuhe: Auf die Schnürung kommt es an

Wer bis jetzt gedacht hat Schnüren ist doch einfach nur zubinden, der kann eines Besseren belehrt werden. Denn die Schnürung ist eine Kunst für sich, die den Weiten- und Wohlfühlkomfort in Schnürschuhen deutlich erhöht. Entscheidend ist, wie die Schnürsenkel eingefädelt werden. Hier finden sich bestimmte Regeln bzw. Tipps je nach Fußtypus:

  • Weder eine zu feste noch eine zu lockere Schnürung sind für den Fuß und das Laufgefühl ideal. Eine zu feste Schnürung beeinträchtigt die Durchblutung, kann Druckstellen verursachen, zu Blasen und Schmerzen führen. Eine zu lockere Bindung bietet keinen optimalen Halt, der Fuß rutscht im Schuh, was auch die Unfallgefahr erhöht.
  • Für schmale Füße empfiehlt sich die Schnürung über die äußeren Löcher, um den Schuh stabil um den Fuß zu legen.
  • Breite Füße sind mit der Schnürung über die inneren Löcher besser bedient, da so das ganze Volumen des Schafts ausgenutzt werden kann.
  • Für Hohlfüße bietet sich ausschließlich die Parallelbindung an, die Schuhe werden also nicht über Kreuz gebunden, wie das klassisch meist der Fall ist.
  • Ein Doppelknoten erhöht die Stabilität und Sicherheit. Nicht selten löst sich ein einfacher Knoten unbemerkt und bietet so eine Stolperfalle, die zu Unfällen führen kann.

Schnürsenkel – Ausführungen und Qualität

Ein Paar farblich passende Schnürsenkel sind beim Kauf der Schuhe wesentlicher Bestandteil. Bei Bedarf lassen sich Schnürsenkel in jeder Farbe und Qualität nachkaufen. Wer Abwechslung ins Spiel bringen will, entscheidet sich für kontrastfarbige, bunte oder ausgefallene Schnürsenkel, der Markt lässt hier keine Wünsche offen. Allerdings sind flippige oder verrückte Schnürsenkel nur bei den sportlichen Modelle eine intelligente Lösung, bei Brogues, Oxford-Schuhen oder Budapestern sehen sie hingegen fehl am Platze aus und zerstören die elegante Wirkung.

Schnürsenkel werden jedoch nicht nur nach Farbe und Designharmonie ausgewählt, es finden sich noch weitere Kriterien wie Länge, Breite, konkrete Formmerkmale. Die Länge der Schnürsenkel wird anhand der Originale durch Messen bestimmt. Wer der Meinung ist, die originalen Schnürsenkel sind zu kurz, gerade wenn Frau doch lieber einen Doppelknoten bindet, der kann auch zu längeren Exemplaren greifen. Die Schnürsenkel müssen natürlich durch die Loch- oder Ösenführung passen und dazu die richtige Breite aufweisen. Weiterhin wird unterschieden in flache, runde, ovale, röhrenförmige Schnürsenkel, auch hier bestimmen das konkrete Schuhmodell und die Lochöffnung den passenden Schnürsenkel.

Qualität ist ein wichtiges Thema, denn nichts ist ärgerlicher als wenn die neuen Schnürsenkel schon nach einigen Bindungen oder gar direkt beim ersten Mal reißen. Hohe Reißfestigkeit und eine einwandfreie Einfassung der Senkelenden zum leichten Einfädeln sind das A und O. Bei bunten Bindebändern sollten die Schnürsenkel nicht abfärben, denn dann handelt es sich um eine minderwertige Qualität. Helle Schnürsenkel müssen bei Verschmutzung nicht direkt gegen neue ausgetauscht werden, denn qualitative Senkel überstehen mehrere Wäschen (am besten von Hand mit warmen Wasser und etwas Waschmittel).

Elastische Schnürsenkel haben den Vorteil, dass man in die gebundenen Schnürschuhe einfach so hineinschlüpfen kann, da die Schnürsenkel sich dehnen lassen. Sie sind an den Enden mit Haken versehen, die sich an den beiden letzten Ösen festkrallen und so die Bindung überflüssig machen. Gerade bei sportlichen Schnürschuhen für Damen sind die elastischen Schnürsenkel zunehmend gefragt.

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