Stiefel

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Stiefel für Damen sind modisch jede Saison up to date und nicht nur eine Schuhart, die Herbst- und Wintermonate dominiert. Stiefel stehen auch für Sexappeal und Leidenschaft, sie haben das gewisse Extra, das Männer sehr reizvoll finden. Die Stiefelwelt zeigt sich dabei abwechslungsreich mit verschiedenen Stiefelarten, Stiefelschnitten, Designs, Materialien, Verschlussarten und Details, die jeden individuellen Geschmack bedienen.

Eine vergnügte Stiefelzeitreise

Stiefel als schützendes Element für die Jagd in freier Natur – So hat die Stiefelgeschichte einst begonnen. Die ältesten Belege für die Existenz von Stiefeln wurden in einer spanischen Höhle gefunden und sollen aus der Zeit zwischen 13.000 und 15.000 v. Chr. stammen. Auf den Wandmalereien sind Jäger mit einer Art Stiefel, die bis zu den Waden reichen, erkennbar. Die Schutzfunktion der Füße und Beine in vielerlei Hinsicht, z. B. vor Verletzungen, Kälte, Schmutz, etc., stand auch bei den Stiefeln für das Militär im Vordergrund, die ebenfalls die Stiefel-Geschichte mitgeprägt haben.

Bis Frauen öffentlich in Stiefel schlüpfen durften, sollte es allerdings noch eine ganze lange Weile dauern, erst in der Zeit des Barock und Rokoko wurde der feminine Stiefel (wenn auch unter den üppigen Kleidern nicht sichtbar) salonfähig. Mit den ersten Frauenbewegungen Anfang des 19. Jahrhunderts rückte der Stiefel für Damen dann zunehmend in den Fokus. Die Industrialisierung brachte die modischen Facetten von Damenstiefelen mit stetig neuen Designs und Schnitten endgültig voran und heute können Frauen nach Lust und Laune Stiefel auswählen und tragen.

Stiefelarten im Überblick

Schöne DamenstiefelStiefel ist nicht gleich Stiefel – Vielmehr haben sich verschiedene Arten herauskristallisiert, die speziellen Einsatzbereichen und Zwecken dienen oder auch mit dem besonderen Lebensgefühl oder dem modischen Stylevorbild verbunden werden. Bis auf wenige Ausnahmen zeigen sich die Stiefelarten für Männer und Frauen in ihren grundsätzlichen Merkmalen gleich, allerdings weisen sie im Design geschlechterspezifische Unterschiede auf.

  • Arbeitsstiefel: Waden- bis kniehoher Stiefel aus Materialien, die den Arbeitsanforderungen und der Sicherheit gerecht werden. Arbeitsstiefel können über einen verstärkten Fersen- und Vorderfußbereich (auch mit Stahlkappen vorne) verfügen. Je nach Einsatzzweck sind sie feuerfest, schlagfest, reißfest, antibakteriell ausgestattet.
  • Gummistiefel: Waden- bis kniehoher Stiefel aus wasserdichtem und schmutzresistentem Material wie Naturkautschuk oder Kunststoff.
  • Moonboots/Snowboots: Wadenhoher Stiefel, speziell für den Winter/Schnee konzipiert. Die besonderen Materialien, die kein Wasser durchlassen, eine mollig warme Wattierung und die rutschfesten Sohlen machen die Schneeschuhe oder auch Snowboots aus. Sie verfügen über eine Zugbandregulierung für die Schaftweite und sind in allen erdenklichen Farben auf dem Markt.
  • Motorradstiefel/Biker-Stiefel: Meist wadenhoher Stiefel mit geradem Schaft, die Schuhspitze ist rund bis karreeförmig und auch leicht nach oben gebeugt. Der Absatz zeigt sich flach oder als Kuba-Absatz. In der klassischen Version ein schwarzer Reißverschlussstiefel mit Schnallendetails.
  • Overknees: Stiefel, der bis über das Knie reicht, mitunter auch bis Mitte des Oberschenkels. Ihren großen Boom erlebten diese Stiefel in den 1980er-Jahren.
  • Reiterstiefel: Langschaftstiefel (bis auf Kniehöhe) meist mit geradlinigem Schnitt, mitunter auch mit nach oben weiter auslaufendem Schaft, der auf der Rückseite am oberen Ende tiefer geschnitten sein kann. Material für die originalen Reiterstiefel: Echtleder, glatt.
  • Sandalenstiefel: Kombination von Sandale und Stiefelschaft. Der Sandalenstiefel zeigt sich in verschiedenen Ausführungen, z.B. als Peeptoe-Stiefel, bei dem die Zehen frei bleiben, in Flip-Flop-Machart oder als Römerstiefel. Auch bei den Materialien lässt dieser ausgesprochene Sommerstiefel alle Freiheiten.
  • Schopp-Stiefel: Weitschaftstiefel, der optisch nach unten „geshoppt“ wirkt. Das Design zeigt sich vielfach mit speziellen Falten, die den „Schoppeffekt“ nachahmen.
  • Sneaker-Stiefel: In lässiger und sportiver Form verlängert sich der beliebte Sneaker zum Stiefel, der bis zur Wade oder zum Knie reichen kann, mit Schnürung, als Reißverschluss-, Klettverschluss- oder Schlupfstiefel. Neben textilen Materialien kommen auch Leder und Kunstleder für diesen Stiefel in Frage.
  • Trachtenstiefel: Wadenhoher Schnürstiefel aus Leder mit mittelhohem Trichterabsatz. Details wie Stickereien stellen einen Bezug zur Tracht/zum Dirndl her.
  • Trekkingstiefel: Kurzschaftstiefel, der etwas über den Knöchel ragt und mit einer breiten Gummi-Profilsohle ausgestattet ist. Atmungsaktive Materialien stehen hier im Vordergrund, darunter Glatt- und Rauleder, Microfaser. Diese Stiefel besitzen besondere Ausstattungsmerkmale für den dämpfenden und gelenkschonenden Effekt und werden überwiegend als Schnürstiefel angeboten.
  • Westernstiefel: Traditionsschuhe der Cowboys und Ranger. Flache bis mittelhohe Kuba-Absätze, eine spitz zulaufende Vorderfußform, die nach oben gerichtet ist, und der Langschaft kennzeichnen diese beliebte Stiefelart. Westernstiefel sind bevorzugt als Schlupfstiefel oder mit durchgehendem Reißverschluss erhältlich, auch Kombinationen beider Verschlussarten sind möglich. Tolle Details wie aufwendige Stickereien, Ausbrennermuster und farbenfrohe Ornamentmotive machen den Westernstiefel zu einem auffälligen Hingucker. Leder ist das bevorzugte Material.

Die hier genannten Stiefelarten sind für Damen sowohl in rein zweckmäßigen/funktionalen als auch modischen Ausführungen verfügbar und präsentieren sich in der Damenschuhmode mit vielfältigen Abwandlungen.

Das Maß der Dinge beim Damenstiefel: die Schafthöhe

Kurzschaft, Langschaft, Overknees – Ab welcher Schafthöhe ist ein Stiefel überhaupt ein Stiefel? Reicht der Schaft maximal bis zum Knöchel, dann handelt es sich um Stiefeletten oder auch Ankle Boots. Alles, was darüber geht, wird als Stiefel bezeichnet. Dabei kann die Schafthöhe durchaus vielfältig variieren, z.B. wadenhoch, kniehoch, über das Knie hinaus (Overknees) oder irgendwo dazwischen. Frauen haben hier die große Auswahl auf dem Schuhmarkt.

Das Maß für den Tragekomfort: Die Schaftweite

Die Schaftweite ist beim Stiefelkauf nicht zu unterschätzen. Ob mit oder ohne Verschluss – Ist sie zu schmal bemessen, dann kommt Frau erst gar nicht in den Stiefel hinein. Bei voluminösen Waden zeigt sich der Weitschaftstiefel immer als die bessere Wahl. Wichtig ist die Schaftweite auch für die Tragevariante: Stiefel, die über der Hose getragen werden, sollten einen Weitschaft besitzen, um hier noch Spielraum zu lassen.

Verschlussvarianten bei Damenstiefeln

Damenstiefel kennen verschiedene Verschlussvarianten, von denen einige auch für spezielle Stiefelarten bezeichnend sind. Schlupfstiefel verfügen in der Regel über keinen Verschluss, sie sind wie der Name schon sagt, zum Reinschlüpfen gedacht. Ein klassisches Beispiel ist hier der Gummistiefel für Damen. Zahlreiche Schlupfstiefel verfügen zusätzlich über einen Stretcheinsatz an den Seiten, um die Dehnfähigkeit des Schaftes zu erhöhen (Chelsea-Stiefel). Auch ein kleiner verdeckter Seitenreißverschluss kann den Einstieg erleichtern. Daneben finden sich der durchgehende Reißverschluss sowie die Schnürung als hauptsächliche Verschlussvarianten bei Damenstiefeln.

Absatz und Sohlen bei Damenstiefeln

Kurz und gut lassen sich Damenstiefel in die Kategorien flacher Absatz, mittelhoher und hoher Absatz unterteilen, wobei diese Kategorien wieder beliebig zu gliedern sind. Der flache Absatz kann zwischen 1 und 2 cm betragen, während sich der mittelhohe Absatz zwischen 3 und 5 cm bewegt. Alles, was darüber geht, wird als hoher Absatz definiert. High-Heels erreichen Höhen zwischen 10 und 20 cm.

Auch die Absatzform bietet Abwechslung nach jedem Geschmack: Keilabsatz, Plateauabsatz, Stiletto, Blockabsatz, Trichterabsatz und Kuba-Absatz sind hier zu nennen. Die Laufsohlen können aus den unterschiedlichsten Materialien wie Leder, Gummi, Naturmaterialien gefertigt sein und zeigen sich je nach Stiefelart glatt, strukturiert oder genoppt, breit, derb, dünn und elegant.

Materialien, Farben, Details

Die Materialien, die für Stiefel verwendet werden, beweisen große Artenvielfalt. Wie bei allen Damenschuhen ist und bleibt Echtleder der Renner. Für bestimmte authentische Stiefelarten wie Westernstiefel oder Reiterstiefel kommt daher auch für Fashionistas nur Leder in Frage. Klar, dass der Gummistiefel aus Kautschuk gefertigt wird und für die originalen Sneaker ist Stoff das Material der ersten Wahl. Aber die Modewelt macht ja bekanntlich, was ihr gefällt und so finden sich im Materialsortiment weiterhin Lackleder, Kunstleder, Nylon, Polyester, Microfaser, Echt- und Kunstfell.

Die Farben orientieren sich an der Stiefelart, bewegen sich aber meist in klassisch dunklen oder hellen Farbtönen. Für Gummistiefel, Moonboots, Sneakerstiefel darf es auch gerne die bunte Farbpalette sein. Verzierungen, Stickereien, Nieten, Schnallen, Fransen, Pailletten – Details veredeln Stiefel für Damen und sorgen für zusätzliche Blickpunkte.

Top-Stiefelmarken und Stiefelstars

Zu den Top-Stiefelmarken, die Stiefelmode für Damen wesentlich mitgeprägt haben, gehören Buffalo, Sendra, UGG, insbesondere durch das spezielle Design und den Fokus auf bestimmte Stiefelarten wie Western-, Gaucho-, Plateaustiefel oder Boots. Echte Klassiker, die für Eleganz und modische Finessen stehen, sind Schuhmarken wie Tamaris, Gabor oder Rieker. Daneben führen alle renommierten Modedesigner auch Stiefel in ihrem Sortiment und ständig kommen neue Labels für Mode und Schuhe hinzu, weshalb eine Auflistung den Rahmen sprengen würde.

Prominente Frauen und Filmheldinnen setzen gerne Stiefeltrends. Erinnern wir uns an die Stiefelvorbilder Lara Croft oder Pretty Woman Julia Roberts, denen nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen auf die Beine geschaut wurde. Berühmte Ladys wie Rhianna, Kate Moss, Sienna Miller, Keira Knightley oder die englische Prinzessin Kate zeigen immer wieder, wie Frau Stiefel stilvoll, lässig oder verführerisch kombiniert.

Style-Favoriten – Auf den Typ kommt es an

Die proportionalen Figur-Verhältnisse sind für Schafthöhen und Absätze enorm wichtig, denn sonst kann der Stiefel optisch stauchen oder er wirkt nicht stimmig zum Outfit. Der eigene Typ bestimmt ebenfalls die Stiefelart, denn nur wer sich in einem Outfit auch wirklich wieder erkennt, der fühlt sich damit wohl. Daher ist das Kopieren von Looks mit Stiefeln immer ein zweischneidiges Schwert. Luftig-leichte Hippiekleider zu derben Lederstiefeln oder Bleistiftröcke zu eleganten Langschaftstiefeln im Reiterstil sind echte Typsache. Was immer geht, ist die Lieblingskombination von Stiefeln und Jeans und die Stiefel natürlich über der Hose!

Langschaftstiefel mit Keilabsatz

Langschaftstiefel mit Wedges haben sich ihren festen Platz in der Modewelt erobert. Sie bieten mit dem durchgehenden Absatz eine erhöhte Stabilität gegenüber anderen Stiefeln und somit auch mehr Tragekomfort. Das ermöglicht wiederum einen höheren Absatz, der die Beine geschickt verlängert.

KeilabsatzstiefelWer meint, Keilabsatzstiefel mit Langschaft sehen alle gleich aus, der wird beim Blick auf das Angebot eines Besseren belehrt. Farben- und Materialvielfalt offenbart sich, hinzukommen verschiedene Verschlussarten und jede Menge Details, die zum Teil auch herstellerspezifisch sind. Gerade in den kalten Wintermonaten sind Stiefelet mit Keilabsatz sehr gefragt, denn sie bieten durch die entsprechende Sohlenausstattung trotz des hohen Absatzes rutschfeste Sicherheit beim Gehen. Gefüttert mit Wolle oder Plüsch halten sie die Füße angenehm warm. Zahlreiche Modelle sind mit Fellimitat besetzt und unterstreichen den Winterlook der Stiefel.

Leder, Lackleder, Kunstleder oder Kunststoff werden für die Langschaftstiefel mit Keilabsatz bevorzugt. Beliebte Winterfarben wie Schwarz, Grau, Weiß, Blau, Braun aber auch Rot in allen Schattierungen dominieren die Welt der Keilabsatzstiefel mit hohem Schaft. Für alle, die es flippig lieben, finden sich Markenstiefel von jungen Labels, die gerne musterhaft und farbenfroh an die Keilabsatzstiefel herangehen. Nieten, Fransen, Schnallen & Co zieren diese Art von Stiefeln, einige Modelle stechen durch besondere Nahtverarbeitung und Vorderfussformen hervor.

Zum Rock wie zur Hose immer ein Stylight

Ob mit Reißverschluss oder als Schlupfstiefel – Die Keilabsatzstiefelette mit Wedges ist ein Rock- und Hosenschuh, der Komfort mit extravaganter Optik verbindet und zu verschiedenen Anlässen passend zum Tragen kommt. Keilabsatzstiefel mit Langschaft werden dabei immer über der Hose getragen, damit sie bestens zur Geltung kommen und das Gesamtbild harmoniert. Zu Minikleidern aus weichfallenden Stoffen oder aber zum Rockkostüm wirken diese Stiefel mondän mit frechem Touch. Langschaftstiefel in erdigen Farben lassen sich hervorragend zu Ethno- und Vintagestyles kombinieren.

Ungeheuer wichtig für die Passform: die Schaftweite

Keilabsatz-Langschaftstiefel müssen sitzen wie eine Eins und das betrifft besonders den Schaft. Ist der zu eng, dann geht der Reißverschluss nicht zu oder es zeichnen sich Hautwülste ab, die zudem ungesund sind, da sie die Blutzirkulation beengen. Die Schaftweite ist deshalb beim Langschaftstiefel eine wichtige Maßgröße. Zu bedenken ist auch, dass Langschaftstiefel mit Keilabsatz meist über der schmalen Hose getragen werden und daher ist noch etwas Luft für den Stoff einzukalkulieren. Anprobieren ist hier das Beste, um den geeigneten Keilabsatzstiefel mit Langschaft zu finden.

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